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Das Dorf in unserer Stadt - Machbarkeitsstudie




Liebe Interessierte und Mitglieder von Wentorf gestalten! e.V. ,


Eine der Aktivitäten, die wir in den vergangenen Monaten als Vorstand durchgeführt haben, war die Erstellung einer Machbarkeitsstudie. Die Machbarkeitsstudie ist durch die LAG mit einem namhaften Betrag gefördert worden und wurde per 30.11.2023 abgegeben. Sie wurde erstellt von der WLP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (kurz WLP). Die WLP wird durch den Gesellschafter Geschäftsführer Wirtschaftsprüfer und Steuerberater André Marius Le Prince geführt. André ist gleichzeitig auch Vorstand von Wentorf gestalten! e.V.

Thema der Machbarkeitsstudie ist die Evaluierung eines Lernortes gewesen, der am besten mit den Worten ein Dorf im Dorf bzw. in einer Naturregion mit der klaren Ausrichtung auf das Thema Lernen für Kinder im Krippenalter bis hin zum Abitur wie auch der Erwachsenen (im folgenden kurz „Dorf“) beschrieben werden kann. Mit anderen Worten: das Dorf sollte alle Lebensbereiche unseres Alltags weitestgehend umfassen und sowohl naturpostiv als auch sozialpositiv sein.

Oben eine grafische Darstellung des Lernortes mit möglichen denkbaren Lebensbereichen.

Die Vision ist einen Ort zu schaffen, der es den involvierten Menschen bestmöglich ermöglicht Ihre Biographie zu leben und sich bestmöglich zu entwickeln zum Wohle aller wie zum Wohle ihrer selbst.

Die weiteren Anforderungen für das Dorf waren folgende:

- Blaupausenfähigkeit im Ganzen oder in Teilen: Einzelne Bereiche oder das Gesamtkonzept (ggfs. mit Abstrichen) ist sozial positiv und naturpositiv sowie finanziell nachhaltig nicht nur in Wentorf und Umgebung, sondern auch anderswo umsetzbar und lädt zur Nachahmung ein. Ziel ist es unsere Erkenntnisse open source anzubieten. Damit viele Orte und Menschen profitieren.


- Unter naturpositiv ist zu verstehen, dass das Ziel ist, der Natur mehr zurückzugeben als das Dorf an Natur verbraucht.


- Unter sozialpositiv ist zu verstehen, dass das Dorf positive soziale Auswirkungen auf die Nachbarschaft hat und somit der Nachbarschaft im sozialen Sinne mehr zurückgegeben wird als genommen wird. Dies kann, muss aber nicht abschließend darin bestehen, dass preiswerter Wohnraum u.a. für Menschen in für uns wichtigen Berufen wie Gesundheit, Pflege etc., die aber unterdurchschnittlich verdienen, zur Verfügung gestellt wird. Dies kann auch darin bestehen, dass das soziale Miteinander in diesem Dorf und die soziale Teilhabe insbesondere von Menschen mit kleinen Kindern oder Menschen, die z.B. altersbedingt in ihrem Leben eingeschränkt sind als deutlich besser erlebt wird als in normalen Wohnumgebungen. Und die Nachbarschaft eingeladen ist, dies mitzuerleben.

- Finanziell nachhaltig bedeutet, dass das Dorf finanzielle Überschüsse - nach Abdeckung aller Kosten, Reserven für Unvorhergesehenes sowie nach Bedienung des ggfs. zur Finanzierung notwendigen Kapitals - erwirtschaftet. Diese finanziellen Überschüsse sollen mittels entsprechender rechtlicher Strukturen z.B. einer Genossenschaft wieder für gemeinwohlorientierte Zwecke investiert werden.


- Die Kultur des Miteinanders spiegelt die Vision wider und setzt sie um. Sie wird u.a. partizipativ gestaltet sein.


- Alle Bereiche sollen mit Menschen und Organisationen (starke Partner) umgesetzt werden, die die Werte und Vision teilen und die in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie den Bereich, für den sie stehen, erfolgreich umgesetzt haben. Erfolg wird an den Kriterien Sozialpositiv, naturpositiv und finanziell nachhaltig gemessen. Weiterhin muss objektiv überprüfbar sein, dass diese starken Partner den Bereich, den sie jeweils verantworten, professionell errichten und betreiben können und werden.


- Die Ausprägung des Lernortes soll dergestalt funktionieren, dass alle Lebensbereiche für das Lernen der Kinder offen sind und in das Lernen integriert werden können.


Weiterhin haben unsere Untersuchungen ergeben, dass die zwei Bereiche Bildung und Wohnen als das dienen können, was wir Ankerbereiche nennen:.

Kurz gefasst ist ein Ankerbereich ein Lebensbereich, der finanziell betrachtet so groß ist, dass er in sich steht, finanziell nachhaltig umsetzbar ist, andere Bereiche initial mitfinanzieren kann und die professionelle Umsetzung und Betrieb ermöglicht. Mit anderen Worten: Wenn wir mit einem dieser Bereiche starten, ermöglicht dies, dass wir möglichst viele Bereiche komplementär zu dem Bereich Bildung und/oder Wohnen umsetzen können, inklusive einer positiven Auswirkung auf die Nachbarschaft.


Die Gespräche mit der Bürgermeisterin in Wentorf, die sehr kooperativ und konstruktiv verlaufen sind, haben ergeben, dass mit dem Primat der Politik, sprich den Vorgaben der regierenden Parteien in Wentorf, eine hohe Offenheit für die Ideen besteht.


Frau Schöning hat uns auf die Untersuchungen hingewiesen, die für die Politik im Hinblick auf die Bereiche Bildung und Wohnen maßgebend und gleichzeitig auch zielbestimmend sind.


Nach diesen Untersuchungen ist in Wentorf ein Lernort aufgrund des Bedarfes für die Wentorfer Kinder nicht erforderlich. Der Bedarf für Hamburger Kinder und das Umland deutet sich aufgrund unserer Untersuchungen an. Hier wären noch weitere Arbeiten nötig.

Weiterhin braucht Wentorf nach dem Wohnungsmonitoring über 500 neue Wohneinheiten insbesondere im preiswerten Bereich und das Mittelzentrum bestehend aus den Städten Wentorf, Reinbek und Glinde über 3.000 neue Wohneinheiten bis 2035. Da wir sowohl starke Partner für den Bereich Bildung als auch für den Bereich Wohnen identifiziert haben, bietet sich somit die Umsetzung eines Wohnortes (das Dorf in der Stadt bzw. im Dorf) mit allen komplementären Lebensbereichen an.

In der obigen Grafik würde einfach der Begriff Lernort durch den Begriff

Wohn-/Lebensort ersetzt werden. Dies zeigt die modulare Gestaltung, die wir in der Praxis anstreben.


Zum besseren Verständnis unsere Definition starke Partner am Beispiel Bildung: Hier haben wir die Konzept-e/element-i Gruppe (im folgenden „Bildungspartnerin“ oder „Gruppe“) identifiziert (https://www.element-i.de/ und https://www.konzept-e.de/). Die Bildungspartnerin hat mehr als 40 Kindergärten, drei Erzieherfachschulen, 2 Grundschulen und ein Bildungshaus (Kinderkrippe bis Abitur) errichtet und betreibt diese. Sie wollen expandieren. Das sind die Kennzeichen des Bildungsangebotes der Bildungspartnerin:

- Kindergarten zweisprachig ab Grundschule dreisprachig.

- Ganztagesangebot, mit 25 Schließtage im Jahr (nicht mehr).

- 4 Mahlzeiten am Tag, die frisch vor Ort gekocht und zubereitet werden.

- Schulgeld ist so bemessen, dass die Sozialstruktur vor Ort abgebildet werden kann, da die Eltern, die es sich leisten können, mehr zahlen und die Eltern, die es nicht können, Nachlässe bis hin zu 0 Euro Schulgeld zahlen müssen. Über den finanziellen Beitrag der Eltern wird Verschwiegenheit gewahrt.

- Dies sind die pädagogischen Leistungen der Bildungspartnerin, die u.a. durch die Evaluation mit den Lehrern der weiterführenden Schulen gewonnen worden sind:

o Mehr als 60 % Abiturempfehlung (öffentliche Schulen ca. 40 %) bestätigt durch die Tests, die landesweit vorgeschrieben sind.

o Kinder sind

  • Resilienter

  • Leistungsfähiger

  • Intrinsisch motiviert

  • Selbständiger

  • Sozialer

als die Kinder von öffentlichen Schulen

o 13 % der Kinder, die die Schule besuchen, wurden von den öffentlichen Schulen als unbeschulbar abgeschult (schon im Grundschulalter!). Sie werden binnen Wochen wieder begeisterte Schülerinnen. Die Abiturempfehlungsquote bei diesen Kindern liegt bei 80 % und mehr!

- Die Bildungspartnerin arbeitet finanziell nachhaltig und hat ein konkretes Bedingungsgefüge für die Errichtung und Betrieb eines Bildungshauses punktiert genannt.

- Die Bildungspartnerin wächst und beschäftigt nunmehr über 1.000 Menschen.


Zum einen hat André eine langjährige Beziehung zu der Bildungspartnerin in den letzten Jahren als Aufsichtsratsmitglied der Konzept-e Lebensraum e.G., die die Projekte der Gruppe entweder selbst genossenschaftlich errichtet und betreibt oder das Eigenkapital stellt. Dementsprechend haben wir entsprechende mehrjährige positive Erfahrungen. Zum anderen haben sich Alena und Hanna Marie im Rahmen eines Besuches vor Ort ein Bild von der Arbeit der Bildungspartnerin gemacht.


Auch der starke Partner für den Bereich Wohnen wurde identifiziert.

Was sind unsere nächsten Schritte:

- Alena und Hanna Marie sind dabei, geeignete Grundstücke für den Lernort zu identifizieren und zu akquirieren.

- André kümmert sich parallel darum geeignete Grundstücke für den Wohn-/und Lebensort zu identifizieren. Ideal wäre hier ein Grundstück für mindestens 50 Wohneinheiten. In Wentorf dürfte dies aufgrund der baurechtlichen Gegebenheiten schwierig werden. Für einen möglichst einfachen Start schauen wir auch in der Region um die Gemeinde Wentorf herum.

- Parallel beginnen wir mit der Politik die notwendigen Abstimmungsprozesse einzuleiten.


Gerne stehen wir für vertiefende Informationen zur Verfügung. In jedem Fall würden wir über die weiteren Fortschritte berichten.


Alena, Hanna Marie, Chetano und André




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